Niemand schadet Fahrbahnen und Brücken so wenig wie Fußgänger und Radfahrer.
Leserbrief „Frustzettel an der Baustelle hält die Stadt für unangebracht“, NW vom 21.7.2026
Verursacher der Schäden an der Straßenverkehrsinfrastruktur dieser Stadt ist der Kraftfahrzeugverkehr. Fahrzeuge mit 1 bis über 2 Tonnen Gewicht und hunderten PS und LKW mit einem Vielfachen davon, sorgen für Verschleiß und Zerstörung. Anfahr- und Bremsvorgänge ruinieren die Fahrbahnen. Neben Lärm, Abgasen, Feinstaub und Klimaschäden, sind Verletzte und Tote zu beklagen.
Selbst nicht direkt von KFZ genutzte Infrastruktur wie die Westerfrölkebrücke und die Ohlbrocksbrücke, reine Fuß- und Fahrradbrücken, werden durch Anprallungen und Erschütterungen des unten durchfahrenden Verkehrs baufällig.
Wer wird daraufhin blockiert? Der Rad- und Fußverkehr. Es gibt nicht einmal provisorische Ampelquerungen. Im Gegenteil, die B61 wird unüberwindbar abgesperrt mit Umwegen von bis zu einem 3/4 Kilometer für Fußgänger und Radfahrer.
Und jetzt im Kleinen wird wieder eine Brücke ersetzt. Wieder ist sie nicht durch Radfahrer und Fußgänger zerstört worden.
Wäre es nicht ein gutes Zeichen, solange nur die Bauvorbereitungen laufen, die Benutzung durch Rad- und Fußverkehr zu ermöglichen?
Ein Behelfssteg, 1,50m breit, Fahrräder schieben, und alle sind glücklich?
Wir könnten in OWL Leuchtturmkommune werden. Mit kreativer und günstiger Förderung des Umweltverbundes, die gleichzeitig unsere Finanzen in den nächsten 30 Jahren spürbar entlasten wird. Einfach, weil wir weniger kaputtmachen.
Felix Kupferschmidt
